Viele prominente Unterstützer fordern zu einem fleischfreien Tag pro Woche auf. Wenn Sie einen fleischfreien Wochentag einlegen, sind Sie also in bester Gesellschaft.

Anastasia Zampounidis, Moderatorin

Anastasia Zampounidis, © Foto: www.anastasia-z.de

Ich halte den Akt des Fleischessens an sich nicht für moralisch verwerflich. Allerdings glaube ich, dass wir Menschen kein Recht haben, Tiere zu quälen. Diese Überzeugung kommt direkt aus meinem Herzen und deswegen vermeide ich nicht nur tierische Nahrungsmittel, sondern auch Leder, Pelz und Daunen. Ganz nebenbei helfen wir der Umwelt, etwas zu verschnaufen. Druck und Zwang ist nie der richtige Weg, daher versuche ich weder meine Mitmenschen zu missionieren noch bin ich konfrontativ. Wie Paul McCartney gesagt hat, geht es hauptsächlich um das Bewusstsein: „Wenn alle Schlachthöfe/Ställe gläserne Wände hätten, wären alle Menschen Vegetarier/Veganer.“ Es muss nicht jeder Veganer sein, aber jeder sollte sich bewusst sein, was er mit seiner Kaufkraft bewirken kann. Ein freiwilliger Veggietag in der Woche ist ein gutes Zeichen für mehr Umweltschutz, mehr Tierschutz und setzt ein Zeichen für nachhaltigen Konsum.

Ariane Sommer, Autorin und Kolumnistin

Ariane Sommer, © Foto: Mark Leibowitz

Seitdem ich mich hauptsächlich vegan ernähre – überzeugte Vegetarierin bin ich schon lange – hat sich mein Wohlbefinden stark gesteigert, ebenso mein Fitnesslevel. Gleichzeitig bin ich weniger gestresst und kann Alltagsprobleme viel lockerer bewältigen. Ein toller Nebeneffekt ist, dass meine Haut strahlt und meine Haare angefangen haben, wie verrückt zu wachsen – inzwischen gehen sie bis zu meiner Taille. Außerdem fühle ich mich einfach gut in der Gewissheit, meinen kleinen Teil beizutragen gegen das Tierleid und für den Umwelt- und Klimaschutz. Eine pflanzenbasierte Ernährung ist für mich nicht nur Gesundheits- und Beautystrategie, sondern Lebensphilosophie. Der Veggietag ist ein wunderbar einfacher Weg, in diese Welt einzutreten. Und vielleicht merkt ja der ein oder andere den Unterschied: wie großartig und leicht er sich an diesem Tag fühlt und bleibt irgendwann ganz dabei.

Hannes Jaenicke, Schauspieler

Hannes Jaenicke, © Foto: Carsten Sander

Wären mehr Menschen Vegetarier, gäbe es viele Probleme weniger auf der Welt: Der Fleischkonsum in den Industrieländern hat gravierenden Einfluss auf Klima, Umwelt und Ökosysteme und ist nachweislich die ineffizienteste aller Nahrungsformen. Immerhin werden fast 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase der Fleischindustrie zugerechnet und rund 15.000 Liter Wasser benötigt man, um 1 Kilo Rindfleisch zu produzieren. Sich bewusst zu entscheiden, dass möglichst wenig Tierisches auf dem Teller landet, ist mindestens genau so gut für die Umwelt, wie das Auto in der Garage zu lassen und das Fahrrad zu nehmen.

Jasmin Wagner, Sängerin und Schauspielerin

Für mich ist es selbstverständlich, keine Tiere zu essen. Aber ich verstehe auch, wenn manche Menschen nur schwer komplett auf Fleisch verzichten können. Ein vegetarischer Tag in der Woche ist bestimmt für jeden machbar. Zumindest ist es einen Versuch wert, denn es lohnt sich.

Kaya Yanar, Comedian

Kaya Yanar, © Foto: Nadine Dilly

Tiere sind meine Freunde und deshalb kann ich es einfach nicht ertragen, dass sie für mein Essen leiden. Ich esse seit vielen Jahren kein Fleisch, möchte aber niemanden zum vegetarischen Leben bekehren – das muss jeder für sich entscheiden. Nur ausprobieren könnte man es zumindest mal. Einen Tag in der Woche ohne Fleisch auszukommen, ist doch ein guter Anfang.

Marion Kracht, Schauspielerin, Unternehmerin und Vegetarierin

Marion Kracht, © Foto: Dirk Bartling

Vegetarische Ernährung ist aktiver Umwelt- und Tierschutz. Meine gesamte Familie ernährt sich vegetarisch. Auch meine Kinder wissen bereits, welchen Einfluss der Fisch-, Fleisch- und Milchkonsum auf die Klimaerwärmung hat und wie grauenvoll die Massentierhaltung ist. Seit einer Indienreise vor 23 Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Dort eröffnete sich mir die wunderbar vielfältige und schmackhafte fleischfreie Küche. Und plötzlich fühlte ich mich energievoller, leichter und gesünder. Außerdem war es nur konsequent ... ich kann keine Tiere töten!
Jeder kann doch einen kleinen Beitrag leisten, um die Ressourcen unserer Erde zu schonen. Vielleicht indem man nur noch ein- bis maximal zweimal pro Woche Fleisch isst - oder eben ganz einfach mit einem vegetarischem Essen pro Woche beginnt. Und wenn möglich mit Lebensmitteln vom Bio-Erzeuger. Und irgendwann vermisst man dann vielleicht auch gar kein Fleisch mehr.

Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie

Dr. Mark Benecke, © Foto: oetinger/das haut dem frosch die locken weg

In einem Stück Fleisch beim Metzger sehe ich nichts anderes als Leichengewebe. Nichts gegen Leichen, aber ich will sie einfach nicht essen. Ich habe im Laufe meiner Arbeit als Biologe zudem viel über Tiere gelernt: Sie sind schlau, kommunizieren mit uns und haben es wirklich nicht verdient, dass wir sie töten, um sie zu essen. Tiere, auch Fische und die sogenannten "Meeresfrüchte", empfinden Schmerz und Angst, Tintenfische und einige andere Tiere sogar genau wie wir auch. Vielleicht ist das vielen Menschen gar nicht klar. Ginge es nach mir, wäre jeder Tag Veggietag – überall und für jeden. „Donnerstag ist Veggietag“ ist zwar ein Kompromiss, aber bringt den einen oder anderen zum Nachdenken. Das ist ein sehr guter Anfang.

apl. Prof. Dr. Niko Paech, Nachhaltigkeitsforscher, Aktivist und Autor

apl. Prof. Dr. Niko Paech

Warum ich selbst Vegetarier bin und unbedingt den Veggietag empfehle? Ganz einfach: Alle Versuche, unser verantwortungsloses Konsum- und Mobilitätsmodell durch technischen Fortschritt ökologisch reinzuwaschen, sind nicht nur gescheitert, sondern verursachen zuweilen sogar zusätzliche Umweltschäden. Also müssen wir das globale Industriesystem auf ein ökologisch verträgliches Niveau zurückbauen. Das setzt genügsamere Lebensstile voraus. Wer nicht bereit ist, seinen jährlichen CO2-Fußabdruck absehbar auf 2,7 Tonnen zu senken, nimmt sich mehr als ihm zusteht. Denn anders ist eine Einhaltung des lebenswichtigen 2-Grad-Klimaschutzziels bei gerechter Verteilung der Emissionen auf alle Personen nicht möglich. Nach Flugreisen, dicken Autos und luxuriösen Wohnungen ist Fleischkonsum ein enormer Klimakiller. Wer sich dem Fleischkonsum ganz oder wenigstens am Donnerstag verweigert, konfrontiert das ruinöse Agrarsystem mit einer klaren politischen Botschaft: Nicht in meinem Namen!

Ruediger Dahlke, Psychotherapeut und Autor

Ruediger Dahlke, © Foto: David Köhler

Für mich ist zum Glück immer Veggietag, aber ich finde es auch sehr schön, wenn andere schon mal mit dem Donnerstag anfangen.

Stefanie Hertel, Schlagerstar

Stefanie Hertel, © Foto: Telamo/Biskup

Die wichtigsten Themen im Tierschutz sind für mich persönlich der Schutz der Nutztiere. Jeder Mensch kann mit der Wahl seiner Speisen mitbestimmen, wie die Tiere, die er isst, gehalten werden. Darauf sollten wir achten. Man sollte weniger Fleisch essen und wenn man nicht ganz darauf verzichten möchte, möglichst qualitativ hochwertiges von artgerecht gehaltenen Tieren. Ich bin seit mehr als 15 Jahren Vegetarierin, verzichte auf Fleisch und komme kulinarisch dennoch voll auf meine Kosten! Wer auch mal auf Fleisch verzichtet, leistet nicht nur einen Beitrag zum Tier-, sondern auch zum Umweltschutz, da die übermäßige industrielle Fleischproduktion unsere Umwelt zusätzlich belastet.

Susan Sideropoulos, Schauspielerin und Moderatorin

Susan Sideropoulos, © Foto: Henrik Pfeifer

Ich bin selbst seit vielen Jahren Vegetarierin und ich habe auch etwas gegen Pelze und Tierversuche. Ich erwarte nicht, dass jeder vegetarisch leben muss, aber man kann sich trotzdem damit auseinandersetzen, wo Fleisch und andere Tierprodukte herkommen. Deshalb finde ich die Veggietag-Idee so gut. Es ist ein einfacher Weg, die Menschen zum Nachdenken zu bringen und zu zeigen, wie einfach es ist, Fleisch einfach mal wegzulassen. Auch wenn es nur einmal in der Woche ist: es bringt schon eine Menge für die Tiere, die Gesundheit und die Umwelt.

Tim Mälzer, TV-Koch, Kochbuchautor, Kochshowmaster

Tim Mälzer, © Foto: Matthias Haupt

Ich halte die Initiative „Donnerstag ist Veggietag“ für eine gute Sache, weil viele Leute gar nicht mehr wissen, wie viel Fleisch sie essen und wie unbewusst ihr Fleischkonsum steigt. Ich habe schon immer gesagt: „Entspannt Euch alle und esst das, was Euch schmeckt, aber das bewusst und am besten ausgewogen“ – mit dem fleischlosen Tag in der Woche wäre damit ein perfekter Anfang gesetzt. Durch mein aktuelles Kochbuch „Greenbox“ habe ich gerade intensiv erlebt, welchen Reichtum die fleischlose Küche bietet!

Zur vollständigen Liste der Unterstützer.