03. August 2011

In Deutschland leben 42 Millionen „Teilzeitvegetarier“



Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage* ist eine immer größere Mehrheit der Deutschen dem Fleisch gegenüber kritisch eingestellt. Knapp zwei Drittel (65 %) aller Frauen und 38 % der Männer sind laut eigenen Angaben bereits „Teilzeitvegetarier“. Auch bei älteren Menschen (63 %) und bei Menschen mit Hauptschulabschluss (53 %) ist die Zahl derjenigen, die angeben an mindestens drei Tagen pro Woche kein Fleisch zu essen, deutlich in der Mehrheit. Insgesamt essen 52 % der Deutschen an drei oder mehr Tagen pro Woche kein Fleisch.

Daraus folgt:

1. In Deutschland gibt es bereits über 42 Millionen „Teilzeitvegetarier“ bzw. „Flexitarier“. Ihre Zahl nimmt augenscheinlich deutlich zu und macht heute schon die Mehrheit aus.
2. Händler und Gastronomen tun gut daran, „Teilzeitvegetarier“, Vegetarier und Veganer bei ihren Sortiments und Menüfolgen stärker mit einzuplanen. Vegetarische Lebensstile werden zukünftig weiter zunehmen und sehr häufig entscheiden die vegetarisch lebenden Menschen in heterogenen Gruppen, wo eingekauft oder gegessen wird.
3. Die politisch einseitige Bevorzugung von „Fleischessern“ und die steuerliche Diskriminierung von vegetarischen Produkten wie etwa von Sojamilch (seit Juli 2007 19 % MwSt. gegenüber Kuhmilch mit 7 % MwSt.) sollte auch im Hinblick auf den Gesundheits- und Klimaschutz überdacht werden.
4. Ernährung wird flexibler. Es muss offensichtlich nicht immer Fleisch sein. Das ist eine ideale Voraussetzung, den Veggietag flächendeckend einzuführen.

 

*Die repräsentative Forsa-Umfrage wurde vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und der Firma Tofutown in Auftrag gegeben. Diese Umfrage wird fortan jedes Jahr durchgeführt, um den Trend zum Vegetarischen klar aufzuzeichnen.